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Lyrik

Ich öffne die Augen. Schiebe den Sargdeckel zur Seite und erhebe mich. Ich steige aus dem Sarg und lasse die Welt auf mich einfließen. Tausend unterschiedliche Reize, Gerüche und Farben strömen auf mich ein. Es ist dunkel, für das menschliche Auge. Aber mir macht das nichts.

Ich bin mir bewusst, dass solch eine Aktion, sicher mit Ablehnung, mit Argwohn und Misstrauen betrachtet wird.
Schon der Titel: Das Vampir Tagebuch.
Manchem mag das wie ein schlecht klingender Scherz vorkommen, ein Anderer nimmt es gar nicht erst ernst. Verstehen kann ich alles.
Aber ich ziele ja auch nur auf eine Gruppe:
Die der Aufgeschlossenen, die der Wissensbegierigen.
Und [...]

Er klappte das Buch zu. Nun, ein bißchen Wissen hatte er jetzt schon. Es war ein Buch über Vampire. Aber alles waren nur Sagen, Vermutungen oder Versuche einer wissenschaftlichen Erklärung. Aber handfeste Berichte waren nie dabei.
Er glaubte an Vampire und er würde sich nie davon abbringen lassen. Es gab sie.
Mittlerweile war er vierzig Jahre alt. [...]

Das leere Papier liegt vor ihm. Er möchte schreiben, doch worüber? Er will ein Buch schreiben, er denkt, er kann es. Er hat sich eine Aufgabe gestellt. Vielleicht ist es nur Träumerei, aber irgendwie will und muss er es. Aber worüber könnte er schreiben? Was könnte die Welt interessieren? All die anderen Menschen da draußen, [...]

Sie küssen sich zärtlich. Sie öffnet leicht ihren Mund und er gleitet mit seiner Zunge herein, zaghaft, sanft, streichelt er so die ihre. Ihre Zungen umspielen sich, kreisen umeinander, vereinen sich in zärtlicher Berührung.
Ihre Hände streichen über ihre Körper.

Der Tod,

endgültig,

Hoffnungen zerstört,
das Leben,
Erinnerung,
schmerzhaft,
quälend,
körperlich,
seelisch,
ein Tod.

Leere Augen,
die Fenster zur Seele.
Graue Sterne,
tiefe Ozeane ,
ohne Boden.

Er verließ das Geschäft. Musste sich an stürmenden Müttern, quängelnden Kindern vorbeischieben.
Einkaufswagen rauschten an, als wenn sie einen zerquetschen wollten. In letzter Sekunde wich er einem aus, der ihn von rechts erwischen wollte.
Anfang des Monats.
Wie sehr hasste er das. Wie die Verrückten rannten dann alle los, als wenn sie den ganzen Monat darauf gewartet hätten. [...]

Vertrauen,

erlernbar.
Verletzungen,
Enttäuschungen,
Misstrauen,
ein Hindernis.

Ich guckte noch einmal nach, ob ich auch alles eingepackt hatte. Ich öffnete meinen blauen Rucksack. Arbeitsklamotten, Schlüssel, was zu trinken, alles dabei. Gut. Eine Angewohnheit von mir. Bevor ich die Wohnung verlasse, egal wie sicher ich mir bin, ich gucke vorher noch mal nach.
Ich zog mir meine Jacke an, den Schlüssel von [...]

Sie teilt die Karten aus. Ich bekomme 13, sie 12. Wir spielen Rommè. Ich fange an, schlechte Karten, wir tauschen ein paar. Eine Regelung, die wir dazu erfunden haben. Ich werfe eine Karte ab. Sie zieht.
Ich betrachte sie. Lange schwarze Haare, ein Engelsgesicht, das seinesgleichen sucht. Dann blickt sie mich an:
“Du bist dran.” Oh,Sorry.” Ich [...]

Hier stehe ich nun. Die Atombombe befindet sich direkt vor mir. Ich muss nur den Auslöser drücken. Bezahlt worden bin ich schon zur Hälfte. 5 Millionen auf ein Konto meiner Wahl. Die habe ich natürlich direkt abgehoben. Man weiss ja, was alles passieren kann. Sperrung des Kontos, man könnte mich festnehmen, wenn ich an das [...]