Wieder ein 1 a Titel. Gross in den Worten aber eher schwer zu verstehen, worauf er hindeutet. ![]()
Aber eigentlich ist es nicht schwer zu verstehen, worauf ich diesmal hinaus will.
Ein anderer Slogan wäre: “Wissen schreckt ab.”
Über viele andere Blogs bin ich über das Thema schon gestolpert. Die Kunst seine Artikel so zu schreiben, dass man Kommentare bekommt. Zielgruppe-ich.de sei hier mal federführend genannt. Ein anderer Punkt um Kommentare zu bekommen heisst, schlicht und einfach: “Menschlich zu bleiben.”
Aber das ist leichter gesagt als getan. In meinen Augen auf jeden Fall.
Ich habe schon Seiten besucht, in denen der Autor in feucht, fröhlicher und natürlicher Weise von seinen Tageserlebnissen berichtet hat. Dementsprechend waren auch die Kommentare. Ein fröhliches “Du” und reger Austausch über ähnliche Begebenheiten.
Auf anderen Blogs wird einfach ein Thema angeschnitten, zu dem jeder so seine Meinung abgibt. Man kennt sich untereinander und gibt einfach seine Meinung, seine eigene Erfahrung dazu preis.
Eine andere Schiene, auf der ich auch leider fahre, so sehe ich das mitlerweile, ist die des reinen Wissens. So war es nicht von vorneherein gedacht. Sicher, meine Hauptmotivation war einfach, das zu teilen, was ich weiss und frei zugänglich zu machen, für gerade die, denen es als Geheimnis, Mythos erscheint.
Ich erschuf mir also ein Synonym. Unter diesem Synonym habe ich schon die verrücktesten Theorien gepostet, vom Stapel gelassen und auch verbreitet. Manches sehe ich jetzt anders und auch in vielem erkenne ich viel mehr Weisheit, als ich zu diesem Zeitpunkt gedacht hätte.
Aber kommen wir zum Thema zurück. Meine Erfahrung dient mir als Background aber ich bin nicht als Themenschwerpunkt zu sehen.
Es gibt Themen, zu denen Sie ganz einfach und menschlich schreiben können. Sie füllen es mit eigenen Erfahrungen, Meinungen und Erlebnissen. Das macht so manchen erfolgreichen Artikel aus. Was das aber wiederum bedeutet? Sie müssen Stellung einnehmen. Sicher, kein Problem. Liegt Ihnen das Thema doch nahe. Dadurch begegnen Sie anderen Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind und es Ihnen auch gerne Posten oder eben auch öfter das Gegenteil.
Auf der anderen Seite gibt es Themen, die, wenn Sie diese anschneiden nur um reines Wissen zu vermitteln, Sie neutral bleiben müssen. In dieser Funktion übernehmen Sie die Rolle eines Lehrers, eines Vortragredners oder einfach eines Nachschlagewerkes. Was das Problem dabei ist? Sie als Person, werden neutral und zum Objekt. Sie sind nur der Wissensvermitler und nicht bedeutend oder der ausschlaggebende Faktor für die Qualität und den Erfolg eines Textes. Sicher sind Ihre Schreibkünste als Messlatte zu sehen, aber Ihre Persönlichkeit bleibt außen vor.
Ob Sie dann Kommentare bekommen? Ganz sicher. Aber die wenden sich eher an den Text als an Sie. Die zielen auf das Wissen und nicht Ihre Person. Andersrum gefragt:
Glauben Sie, jemand würde Wikipedia oder auch google eine Frage stellen? Das sind Synonyme, Begriffe, die den Status als Objekt vollendet haben. Man ließt, erfährt, wendet es an und geht wieder. Vielleicht verlinkt man zurück, aber in den meisten Fällen eher nicht.
Wissen schreckt ab
Schreiben sie zu gut, wissen Sie zu viel und formulieren Sie hochtrabend. Der Dank? Man liest bei Ihnen und wird wieder verschwinden. Aber die wenigsten werden sich outen und zugeben, dass sie Ihre Botschaften angenommen und verstanden haben. Warum?
Weil das einfach bedeutet, dass man sich klein zeigen muss, wenn der Schreiberling nach zu hohen Zielen greift.
Vor allem haben Sie immer Recht.
Meist nur durch Zufall, durch den veränderten Perspektivenwechsel, den ihre Besucher durch ihre Texte bekommen.
Fazit?
Neid.
Ich weiss, die meisten Punkte darf ich mir gerne selber anziehen. ,-) Aber so bin ich halt nunmal. Meine Schreibe war schon immer um Ellen höher als meine Persönlichkeit und meine Leidenschaft.
Die Kunst menschlich zu bleiben? Bei manchen Themen kann ich es mir nicht erlauben. Und da gerade die mein grösstes Hobby und Interesse sind, wie gerade die Psychologie, muss ich wohl diese Schiene weiterfahren.
Wie verfahrt Ihr damit? Lieber menschlich oder auch manchmal auf Abstand? Macht Ihr euch überhaupt über so etwas Gedanken?




