Das Verlieben – Unsere schönsten Momente

Es ist schön, es ist einmalig. Zu fühlen, wie sonst zu keiner Zeit. Ein Extrem, eine Ausnahmesituation der Gefühle, so kann man es nennen.
Dieser Moment, dieser Zeitraum, wenn man Schmetterlinge im Bauch bekommt, ein Gedankenkreisen um alleine eine Person einsetzt,
Wenn eine Person, obwohl man sie gar nicht so sehr kennt, als das Einzige definiert wird. Wenn eine Person zum Ausgangspunkt des eigenen Glücks wird.
Diese Gefühle entheben sich jeder realistischen Grundlage, jeder vernünftigen Schlussfolgerung.
Natürlich ist es nicht voraussehbar, nicht planbar und vor allem nicht beherrschbar.
Es ist der Traum von der Einzigartigkeit der Liebe, der dies möglich macht. Ein Vertrauen in das von Natur aus gegebene reine Gute, dass in jedem Menschen wohnt. Auf das hofft man, das nimmt man an. Unbewußt erhofft man nur den positiven Ausgang. Will man doch als normales Menschlein nur Vertrauen dürfen, lieben und hoffen. Sorgen hat man doch mehr als genug.

Was passiert aber?
Die Gefühlslage, das vernunftbegabte Denken nimmt Auswüchse einer psychischen Krankheit an. Natürlich Phasen- und Objektgebunden. Eine Person kann heilen, eine Person kann befreien.
Und eine zeitlang wird das auch funktionieren, nehmen wir einfach mal an, dass das Gegenüber die Gefühle erwiedert.
Aber irgendwann holt die Realität einen ein. Sei es nach kurzer Zeit von ein paar Monaten, sei es nach sogar einem Jahr. Aber vergehen wird die Verliebtheit. Und was dann vor zwei Personen, zwischen zwei Personen steht, das ist genau das, was sie aus der so verbrachten Zeit gemacht hat.
Hat sie in der Zeit, ob kurz oder lang, eine Grundlage erschaffen für ein vernünftiges Miteinander? Hat sie ganz einfach nur auf die Verliebtheit vertraut, die fälschlicherweise als Liebe interpretiert wurde? Dann muss es noch nicht zu spät sein, aber meistens ist es das dann.
Der Zauber des Unbekannten ist verflogen, die Anonymität des Fremden ist dem Alltag gewichen. Sich gegenüber in der Beziehung ohne Verliebtheit stehen zwei Menschen, die sich voreinander ausgezogen haben. Sprich, die alle Fehler, alle Schwächen ihres Gegenüber kennen. Wer bis jetzt nicht bereit war, diese zu akzeptieren, der wird es ab jetzt nur noch schwer.
Streitereien fangen an, immer mehr. Um Kleinigkeiten, Nebensächlichkeiten. Alles was diese neue Beziehung noch zusammenhält, ist die Angst vor der Einsamkeit, die Gewohnheit. Wie es schließlich irgendwann enden wird, das ist in meisten Fällen das Aus. Der traurige Augenblick, wenn beide erkennen müssen, dass anfängliche Verliebtheit einfach nicht gereicht hat. Egal wie stark sie auch war. In den meisten Fällen erkennen beide Personen dieser Beziehung nicht, woran es gelegen hat. Das Ergebnis:
Es hat nicht gepasst.
Es war nicht das Richtige.
Es hat nicht sein sollen.
Der falsche Zeitpunkt.
Aber es sind nur alles Ausreden. Ich behaupte:
Es ist möglich jeden Menschen zu lieben. Natürlich müssen die Vorlieben berücksichtigt werden. Man wird nicht einfach lesbisch, weil man es so will.
Aber im Grunde genommen kann man jeden Menschen egal welcher Art, welchen Status, Herkunft, Aussehen, Grösse …….lieben. Und jeder Mensch kann zu der einen wahren Liebe werden.
Nur leider kommt diese ganz selten. Ganz ganz selten von alleine. Meist heisst der Weg zur wahren Liebe, Fehler annehmen, Schwächen eingestehen können, das Gegenüber lieben lernen, mit der Zeit. Viel Arbeit an einer Beziehung und auch viele Streitereien zwischendurch, haben wir doch alle unseren eigenen Kopf.
Die Verliebtheit kann der Weg zum einzigen Glück werden. Es ist ein einzigartiger Moment, eine einzigartige Gefühlslage, die uns auf höchsten Wolken schweben lassen kann. Versucht man auch vorher wenigstens teilweise nicht ganz den irdischen Boden zu verlassen, so kann ein Fall nicht zu tief werden. So kann nicht ein riesen Disaster provoziert werden.
Aber sind wir ehrlich. Wer schaltet in solchen Gedanken sein reines realistisches Gehirn ein? Wir wollen Träume, Glück, Wohlbefinden und Vertrautheit. In solcher Gefühlslage bekommen wir sie sehr schnell. Also genießen und zugreifen, auskosten, bevor sie vergeht.
Denn Träumer sind wir doch manchmal alle. Und in solchen Momenten noch mehr.
Eine bis dato fremde Person wird der Mittelpunkt unserer Gefühle, unseres Strebens. unserer Motivation.
Falsch?
Ich sehe es als die ultimative Chance auch was Fremdes außerhalb der eigenen Grenzen kennen zu lernen. Eine Chance, die man einfach nicht verstreichen lassen sollte.
Was daraus wird? Das weiss doch vorher keiner. Und bleibt es nur eine kurze Zeit, voll der Hochflüge der Träume, so bleibt die Erfahrung voll von einzigartigen Momenten. Bereuen kann man später immer noch. Um es jetzt zu tun, dafür ist das Leben zu kurz.
Das sich zu verlieben kann man nicht steuern, man kann es nicht lenken, nicht beeinflussen und schon gar nicht provozieren. Also seine Sie einfach dankbar dafür, wenn es Sie überkommt. Nutzen und genießen Sie es.

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