Ganz sicher nicht die gehörnten Wesen mit den übernatürlichen Kräften, um die es hier geht. Sie verspeien kein Feuer und haben noch nicht mal einen festen Körper. Sie manifestieren sich nur in unserem Geist, in unseren Sorgen, behindern und verlangsamen. Und viel zu oft hindern sie uns genau an den Dingen, die wir am Meisten wollen. Ironie oder ein Pradoxon? Eigentlich nicht. Und zum Lachen schon gar nicht.
Die eigenen Dämonen
Sie wissen, genau, wo sie Dich packen können. Sie kennen Deine Schwächen und davon alle, wissen, was verletzt und hindern oder verhindern genau das, was man manchmal am Dringensten braucht.
Ich behaupte, dass jeder welche besitzt. Ob er es nun zugibt, oder auch eben nicht. Verteufeln können wir sie nicht, denn sie sind ein Teil von uns und gehören genauso zu uns, wie unser Verstand und die Persönlichkeit darin.
Der Ursprung
Nun, woher kommen die eigenen Dämonen? Ich bin ganz sicher kein Verfechter der Psychologie, was Vergangenheitsbewältigung angeht. Das Ausgraben von Kindheitserinnerungen. Aber zum Teil findet sich genau das hier wieder. Ein grosser Teil der “verbreiteten inneren Dämonen”, wenn wir es so mal nennen wollen, sind nichts weiteres als weitergetragene negative Prognosen.
Als Beispiel:
Ihre Eltern sagten von Kindesbeinen an zu Ihnen: “Aus Dir wird nicht.” Sie mögen behaupten, das machte Ihnen nicht aus und auch jetzt nicht. Sie sind aber immer bestrebt in allem, was Sie tun, der Beste sein zu wollen. Schon fast zwanghaft.
Nun, dann sage ich Ihnen, tut es doch und das noch immer. Sie müssen es sich immer und immer wieder beweisen, dass die Aussage von damals nicht stimmt.
Das andere extrem ist, dass Sie in Hoffnungslosigkeit verfallen, anhand der gestellten Aufgaben, obwohl Sie sie mit Leichtigkeit bewältigen müssten und auch schon haben. Sie lassen die Voraussagen von damals wahr werden, in dem Sie sich einfach behindern und “runterfahren” lassen.
Das tückische an so gelegeten Spuren in der Vergangenheit ist, dass sie erstens fast immer haltlos sind und eigentlich bedeutungslos. Ganz sicher waren sie in dem Moment treffend und haben etwas verursacht, sonst wären sie nicht so eingebrannt. Aber objektiv betrachtet waren sie nicht bedeutungsvoll.
Man selber gibt ihnen Bedeutung und lässt sie in Zukunft wahr werden. Die Prophezeiung wird durch den eigenen Glauben erst wahr. Und das auch noch in dem Masse, dass sie einen selber behindert und nur ein Ziel, einen ausgang zulässt, nämlich den vorausgesagten.
Der Ausweg
Wie also kommt man aus so etwas heraus?
Ich sage Ihnen: Gar nicht! (Jetzt nicht gefrustet wegklicken oder wutentbrannt aufschnauben.)
Was ich damit sagen will, ist folgendes:
Sie werden es jetzt nicht von jetzt auf gleich los, nur weil Sie es wissen und für unsinnig erachten. Sie müssen es erstmal als gegeben betrachten. Ist nun mal so. “Dumm gelaufen”, wenn Sie es so sehen wollen. Ich will jetzt nicht, dass Sie sich hinsetzen und dem willenlos ergeben. Auch das nicht. Sie tun gar nicht und nehmen es einfach mal an. Rufen Sie sich von mir aus den Moment in Erinnerung, der das verursacht haben könnte.
Dann aber….
Besinnen Sie sich Ihrer Ressourcen. Erinnern Sie sich daran, was Sie geschafft haben, bis jetzt und was Sie alles noch erreichen wollen. Vergleichen Sie den Moment, die Aufgabe, mit etwas was viel schwerer war, was sie schon geschafft haben. Und erinnern Sie sich daran. Bewusst. Rufen Sie sich in Erinnerung, was Sie können. Was vielleicht auch Andere schon über sie gesagt haben. Gutes. Was sie an Ihnen bewundern und schätzen. Nicht wahr. So ein schlechter Mensch sind Sie gar nicht. Und dann ran ans Werk und erfüllen, was Sie wollen. Und erst wieder nachdenken, wenn Sie genau das erreicht haben, was Sie wollten.
Der Sieg
Den erringen Sie einmal. Aber ausgefochten ist es damit nicht. Es wird beim nächsten Mal wieder kommen und Sie nerven. Aber Sie haben es einmal geschafft und beim nächsten Mal sind Sie gewappnet. Ich weiss das, und Sie jetzt auch. Also nicht unterkriegen lassen, niemals. Versprechen Sie es mir.
Denn auch wenn Sie es nicht hören wollen. Diese Dämonen, die Sie behindern, die rufen nur Sie selbst, Sie erschaffen Sie. Vielleicht als Entschuldigung für Ihre Eltern? Die haben doch immer recht?
Nein, das haben Sie nicht. Und in Jahrzehnten wird so viel gesagt, da kann auch schon mal was Unüberlegtes rausrutschen, was nur für Sie so schädlich war. Der der es aussprach, weiss gar nicht, was da passiert ist und welche Kreise es in die Zukunft ziehen könnte. Und diese Kreise unterbrechen Sie und vernichten diese nervigen kleinen Dämonen, die Sie behindern.
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