Eine Weihnachtsgeschichte – Disney – Weihnachtsfilme

Als ich den Trailer zu Disneys neuem Kinofim sah, dachte ich erst: “Nicht schon wieder.”

Disney hat doch so einige Filme schon in die Kinos gebracht. Und diesmal ist es eine neue Weihnachtsgeschichte.

Disney, der Traumfabrikant für unsere Kinder.

Die Geschichte an sich, scheint nichts neues zu sein.

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Ich erinnere mich nicht mehr an den Titel des Films, leider, den ich mir oft in meiner Jugend ansehen durfte, musste.

Auch ein Weihnachtsfilm. Jede Weihnachten durfte ich ihn mir angucken. Und bis vor ein paar Jahren lief er auch immer zu Weihnachten im Fernsehen. Wie es jetzt aussieht, weiss ich nicht.

Der Engel, der seine Flügel verloren hat. Vielleicht sagt Ihnen das was? Dafür müssten Sie schon was älter sein, denn die Wenigsten, gerade auch aus meiner Altersklasse, kennen ihn.

Es ist ein Schwarzweiss Film. Ein Mann, Vater so einiger Kinder, verliert einen Briefumschlag voll Geld. Diesen hätte er dem reichen Mann der Stadt geben müssen. (Mr.Potter?)

Gefunden. ;-) Google war doch wieder eine Hilfe.

Ist das Leben nicht schön.

Brauchen Sie sich meine unprofessionelle Beschreibung nicht antun, Wikipedia erledigt das. Ich zitiere:

Am Heiligabend passiert jedoch ein Missgeschick, das George an dem Sinn seines Lebens zweifeln lässt und ihn fast dazu bringt, Selbstmord zu begehen. Onkel Bailey, wie immer etwas verwirrt, muss einen Geldbetrag von 8000 Dollar zur Einzahlung bringen. Diesen verliert er ausgerechnet vor den Augen des hartherzigen Potter. Potter behält das gefundene Geldbündel für sich. Somit müssen sie die Rechnung säumig bleiben und der „Building And Loan“ droht nun der Bankrott. Ausgerechnet für diesen Tag hat sich der Bankprüfer angemeldet. George ist an einem Tiefpunkt seiner Existenz angelangt. Völlig verzweifelt geht er am Mittag zu Mr. Potter und fleht ihn um Geld an. Dieser weist ihn auf schroffe, unhöfliche Weise ab („Sie sind tot mehr wert als lebendig“). Tief deprimiert und nicht mehr ganz er selbst, fährt er am Abend zu dem Restaurant Martinis und betet dort zu Gott. Doch, anstatt dass sich alles wieder zum Guten wendet, wird er einen Moment später von einem Mann niedergeschlagen, dessen Frau, die Lehrerin von Georges Tochter, er kurz zuvor in seinem aufgewühlten Zustand beleidigt hat.

Nicht mehr wirklich fahrtüchtig, fährt er auf dem Heimweg gegen einen Baum. Er geht zu einer nahegelegenen Brücke und will von dieser eigentlich hinunterspringen, als im selben Moment ein älterer Mann (scheinbar aus dem Nichts) in den Fluss unter der Brücke fällt. George rettet ihn und bringt ihn in die kleine Behausung des Brückenwartes. Dort behauptet der Mann, dass er in Wirklichkeit Georges Schutzengel sei und ihn gerettet habe („Ich bin die Antwort auf dein Gebet. Deshalb wurde ich runtergeschickt“). George glaubt ihm zunächst kein Wort und bereut, dass er geboren wurde („Ich wünschte, ich wär’ nicht geboren“).

Der Schutzengel Clarence erfüllt ihm diesen Wunsch und zeigt ihm, wie das Leben ohne ihn ausgesehen hätte. Seine Ehefrau Mary wäre eine alte Jungfer und seine vier Kinder würden nicht existieren. Mr. Gower, der ehemalige Chef von George, wäre für zwanzig Jahre ins Gefängnis gekommen, da er einem Jungen durch ein Versehen Gift in die Tabletten getan hat. Sein Bruder hätte als Kriegsheld nicht vielen Soldaten das Leben retten können, da er im Eis ertrunken wäre. Violett, ein Mädchen dem er einmal mit Geld ausgeholfen hat, arbeitet nun in einem billigen Striplokal und scheint mit dem Gesetz in Konflikt geraten zu sein. Aus der beschaulichen Kleinstadt Bedford Falls wäre eine von Spielhöllen und Striplokalen dominierte Lasterhöhle namens Potterville geworden, die viele Menschen in der Stadt kaltherzig und brutal gemacht hätte, wie man bei einem Besuch bei Martinis sieht. Das Wohngebiet Bailey Park würde nicht existieren und die Stadt vollkommen in der Hand von Potter sein.

Als er dies alles sieht, bereut er den Wunsch und will wieder leben. Clarence, der somit seine Aufgabe erfüllt hat, stellt den ursprünglichen Zustand wieder her. George kehrt erfreut über seine zurückgewonnene Existenz und dass alles wieder beim Alten ist, zu seiner besorgten Familie zurück. Auf dem Weg nach Hause wünscht er allen fröhliche Weihnachten („Bert, du weißt ja nicht, wie schön das Leben sein kann! Frohe Weihnachten!, Hurra! Hallo Bedford Falls!“). Als er zu Hause angekommen ist, wartet schon die nächste Überraschung auf ihn. Alle Freunde und Verwandten haben sich versammelt, um Bailey Geld zu spenden. Sam Wainwright, ein alter Schulfreund, dem er einst Mary ausgespannt hat, spendet sogar 25.000 Dollar. Im selben Moment erscheint sein Bruder Harry mit seiner Ehefrau Ruth („Einen Toast auf meinen großen Bruder George, den reichsten Mann der Stadt“). Ein Glöckchen klingelt („Und jedes Mal, wenn ein Glöcklein klingelt, bekommt ein Engel seine Flügel“), was bedeutet, dass Clarence, der nach getaner Arbeit verschwunden war, seine Flügel erhalten hat.

Der Film endet mit einem Happy-End und das von allen Anwesenden gesungene Lied Auld Lang Syne lässt den Film ausklingen.

Ich werde ehrlich gesagt ganz nostalgisch, wenn ich mich an den Film erinnere. Er war mein Begleiter der Kindheit.

Aber zurück zum Thema. Disneys Werk zieht die Geschichte andersrum auf. In Disneys, Eine Weihnachtsgeschichte, ist es der eiskalte alte Mann, dem das Herz erweicht wird. Mehrere Geister erscheinen und zeigen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.

Aber, Sie müssen es mir entschuldigen. Es gibt noch einen Film, der dieses Thema behandelt. Auch aus meiner Kindheit. Ohne Geister, aber mit einem kleinem Jungen. “Der kleine Lord.”

Wikipedia:

Der kleine Lord veranlasst seinen Großvater, der durch den offenherzigen und liebenswerten Jungen nach und nach zugänglicher wird, das Armenviertel (in dem seine Pächter wohnen) instand zu setzen. Cedric kümmert sich gerade um die Vernachlässigten, ebenso wie seine Mutter, die im Ort unweit des Schlosses lebt, die er aber nach Belieben besuchen darf. Sie will das Geld vom Earl aus Gewissensgründen nicht annehmen und verdient sich redlich ihr Geld als Näherin in Heimarbeit. Am Ende schafft es Cedric, der jetzt den Titel (little) „Lord Fauntleroy“ trägt, dass sein Großvater Liebe und Großzügigkeit zeigt und seine Mutter akzeptiert. Hierbei spielt mit eine Rolle, dass inzwischen eine Betrügerin versucht, ihren Sohn als den rechtmäßigen Erben des Titels durchzusetzen, und dem Earl klar wird, dass seine Schwiegertochter – entgegen seinen ursprünglichen Vorurteilen – eine liebenswerte Frau mit hohen Charaktereigenschaften ist. Die Schwindlerin Minna wird mit Hilfe von Cedrics alten Freunden aus Amerika entlarvt und die Geschichte endet mit einem gemeinsamen Weihnachtsfest auf Schloss Dorincourt.

Auch dort, wird ein alter Mann “aufgeweicht” und bekennt sich im Endeffekt wieder zum guten Weg. Sollten Sie Ihrem Kind auch mal zeigen, wenn es nicht zu alt ist. ;-) (Die Original Version gibt es anscheinend nicht auf DVD. Nur geremakte Versionen.Deswegen kein Link.)

Worauf ich aber eigentlich am Anfang hinaus wollte, ist Disney meine Anerkennung zukommen lassen. Sicher verdienen die Unmengen an Geld mit Ihren Filmen. Aber für Kinder, unsere Kinder,ist es doch die beste Möglichkeit, um sie mit wichtigen Themen in Berührung zu bringen. Sie träumen davon, sie bekommen Ziele, außerhalb der MTV,VIVA und Serienwelt. Und sie bleiben ein Stück länger unberührt von den Sorgen und Machenschaften unserer modernen Welt. Die Sorgen, die Arbeit, die Pflichten, all das kommt noch früh genug. Sollen sie noch Kind bleiben, so lange wie möglich.

Hintergründe des Films laut Trailerseite.

Die Novelle A Christmas Carol von Charles Dickens, die der Autor 1843 selbst verlegte, gilt als eine der größten Weihnachtsgeschichten aller Zeiten und wird auch heute von Millionen mit Begeisterung zu den Feiertagen gelesen. Die Novelle avancierte gleich nach ihrer Veröffentlichung zu einem Erfolg – und sollte es bleiben. Die Filmemacher hatten indes das Gefühl, dass keine der bisherigen Filmversionen die Geschichte im Sinne Dickens’ einfangen konnte. „Diese Erzählung ist so visuell und filmisch – es scheint, als hätte Charles Dickens sie fürs Kino geschrieben. Es handelt sich hier um die größte Zeitreise-Geschichte aller Zeiten, und ich wollte sie so verfilmen, wie es dem Autor – meiner Meinung nach – ursprünglich vorgeschwebt hatte”, so Robert Zemeckis.

Hier geht es zu weiteren Infos: Disney

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